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EXA 1c

produziert 1985 - 1987



Technische Daten:
- SLR Kamera für 135er Kleinbildfilm
- Sucher wahlweise Prismenaufsatz oder Lichtschachtaufsatz
- Klappenverschluss
- Belichtungszeiten: Bulb , 1/30, 1/60, 1/125 und 1/175 Sek.
- Blitzsynchronisation 1/30 Sek. für Blitzlampen, 1/60 Sek. für Elektronenblitzgeräte
- M42 Gewinde für Wechselobjektive



Fasziniert von Kleinbildkameras mit Lichtschachtsucher durch die Praktica, kam ich um die EXA 1c nicht herum, die ich in Langenhagen auf dem Flohmarkt an der Bult am 11.10.2008 entdeckte. Für 15 Euro ohne jegliches Zubehör nur mit einem Wechselbajonett Soligor 28/2.8 musste ich sie haben. Eine Feder am Klappmechanismus des Lichtschachtsuchers hatte sich gelöst und war nach etwas kniffliger Feinarbeit wieder richtig eingesetzt und gespannt. Der Lichtschachtsucher ist komplett abnehmbar und war schnell und einfach gereinigt.

Im Vergleich zur 30 Jahre älteren Praktica weist die EXA 1c bis auf den wechselbaren Prismenaufsatz, Springblendenautomatik und das etwas kompaktere Design keine Verbesserungen auf. Im Gegenteil, es ist nur noch eine 1/175 Sekunde als kürzeste Verschlusszeit und 1/30 als längste neben dem Bulb verfügbar. Der Schnellspannhebel fühlt sich beim Spannen sehr gebrechlich an und das Filmzählwerk ist immmer noch dort, wo es auch bei der Praktica war. Die Mattscheibe im Lichtschacht verzeichnet unglaublich und ist kaum ohne Lupe brauchbar. Auch hier hatte die Praktica eine bessere Qualität. Und immer noch war es nicht gelungen, einen Rückschwingspiegel zu integrieren und einen Zubehörschuh an das Gehäuse zu setzen. Nun gut, die EXA 1c wurde ja als eine Low Budget Kamera für den Amateur angeboten. Trotz alledem liegt sie angenehm in der Hand und irgendwie macht sie auch Spass.

Die EXA 1c hat keinen Rückschwingspiegel und gibt das Sucherbild erst nach Spannen des Verschlusses frei. Nach dem Auslösen bleibt der Spiegel hochgeklappt.

Ich habe meine EXA vorerst mit einem Steinheil-Regula Cassaron 50mm f/2.8 ausgestattet, das ich aus einem Nachlass an einer defekten SLR Yashica-JP erhielt. Steinheil produzierte für einige Marken Objektive, bei deren Bezeichnung auch der Name der Kamera auftauchte, so beispielsweise beim "Edixa" oder "EXA" Cassaron. Ausser dem Namen scheint es aber bei den Objektiven keine Unterschiede zu geben. Innerhalb der Steinheil-Cassaron Serie gab es aber leichte Design-Modifikationen.
Bei meinem Steinheil-Regula bedurfte es etwas intensiver Recherche, bis ich auf die Mitte der 80er Jahre Konkurs gegangene Firma King KG im Schwarzwald stiess, die Kameras mit dem Namen Regula herstellten. Aus der späten Produktion stammte die SLR "Regula Reflex 2000 CTL", die vermutlich mit dem Steinheil-Regula ausgestattet wurde. Wie ein solches Objektiv an die Yashica-JP gelangte wird immer ein Rätsel bleiben.

Informative Links:
Dresdner Kameras





tinc