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Revue 400 SE 25

produziert 1978 - 198x



Technische Daten:
- Mess-Sucher Kamera für 135er Kleinbildfilm
- Leuchtrahmensucher mit Mischbildentfernungsmesser
- gekoppelter CdS Belichtungsmesser, ASA 25-800
- Belichtungsautomatik mit Zeitvorwahl (Blendenautomatik)
- Messwertspeicher bei halb gedrücktem Auslöser
- Revuenon 40mm f/1.7 - f/16, Naheinstellgrenze 0,9m, 49mm Filtergewinde
- Copal Verschluss
- Belichtungszeiten: Bulb, 1/8, 1/15, 1/30 bis 1/500 Sek.
- Selbstauslöser
- Bildzählwerk im Gehäuse neben dem Spannhebel
- Blitzkontakt am Gehäuse
- Zubehörschuh mit Blitzkontakt
- Leitzahlen 7-56 und auto



Durch einen Bekannten wurde ich auf ungewöhnliche Messsucherkameras der Siebziger Jahre aufmerksam gemacht, die eine beachtliche Lichtstärke von f/1.7 aufweisen, wozu auch die Revue 400 SE gehört. Bei der Revue 400er Serie gibt es viele Ähnlichkeiten zu der Vivitar 35 ES, Minolta Hi-Matic 7SII und der Konica S3. Welcher der Hersteller diese Kamera für Revue produziert hat ist nicht eindeutig geklärt. Die Revue 400 SE 25 ist technisch identisch mit der Revue 400 SE, die 25er Version hat lediglich ein verchromtes Oberteil und Boden und ist unter Sammlern etwas begehrter.
Die SE 400 25 besitzt einen Mischbildentfernungsmesser und einen Belichtungsmesser im Objektivrand. Sie verfügt über eine Belichtungsautomatik mit Zeitvorwahl (Blendenautomatik) und lässt sich nicht manuell bedienen. Allerdings hat man bei halb gedrücktem Auslöser eine Messwertspeicherung. Die Revue benötigt zwar 1,35V Quecksilberzellen, aber lässt sich auch problemlos mit Hörgerätebatterien ZA 675 betreiben. Der Objektivdeckel dient als "Ausschalter" für den Belichtungsmesser, sonst entlädt sich die Batterie sehr schnell.

Die hier abgebildete ziemlich günstige Revue 400 SE 25 kam über Ebay in meinen Besitz. Ihr Zustand kann äußerlich getrost als fast neu bezeichnet werden, fast kein Abrieb, keine Kratzer, nur der Sucher ist etwas trüb. Der Belichtungsmesser hatte leider eine Abweichung von +2 Blendenstufen, durch Angleich der ASA Einstellung konnte ich trotzdem fotografieren. Das Schaumgummipolster für den Andruck der Filmpatrone in der Kamera und die Lichtdichtungen waren porös.
Ich konnte die Kamera in Brauschnweig bei einem privaten Kamerafachmann für nur 30€ genaralüberholen lassen. Die Kamera wurde auf moderne LR44 Knopfzellen angepasst, alle Lichtdichtungen und das Andruckpolster wurden erneuert. Der Belichtungsmesser hatte leider schon altersbedingt nachgelassen und konnte nur noch auf +2/3 Blendenstufen Abweichung angeglichen werden. Mit einem ISO 100 Film erhalte ich also optimale Belichtung bei einer Einstellung von ISO 160.

Die Kamera überraschte mich in allen Belangen. Belichtungssicherheit und Schärfe sind überdurchschnittlich. Besonders die Schärfe ist umwerfend und so mancher SLR Optik scheinbar überlegen! Die Farben und der Kontrast sind genauso beeindruckend. Die Kamera ist schön klein handlich und leicht. Der Copalverschluss löst schön leise aus. Ich muss ehrlich gestehen, daß sich diese Kamera als ein absoluter Geheimtip entpuppt hat und ich nehme sie manchmal lieber mit, als meine SLR's. Nur der trübe Sucher stört etwas den Fotospaß.

Ein paar Beispielbilder kann ich nicht vorenthalten, klicken sie auf die Thumbnails für eine größere Ansicht:

another bike shot Sicherheitshinweis
Jägerzaun First spring moods






tinc